Die Kirchbürger genehmigten die Rechnung 2025 sowie das Budget und den Steuerplan 2026 einstimmig. Die Behörden werden für die Amtsdauer 2026 – 2030 neu gewählt.
Präsidentin Sandra Eugster begrüsst die zahlreichen Kirchbürgerinnen und Kirchbürger zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung. Sie informiert, wie bereits dem Amtsbericht entnommen werden konnte, dass ein intensives Jahr vergangen ist, für sie das erste Amtsjahr als Präsidentin.
Aufgrund der Kündigung von Annette Hergert und dem krankheitsbedingten Ausfall der Kirchgemeindeschreiberin Jennifer Bisquolm mussten die Vakanzen in der Verwaltung ab Juli resp. Mitte September 2025 überbrückt werden.
Das Sekretariat konnte ab Januar 2026 mit Monika Frischknecht (40 %) und Manuela Weber (50 %) wieder besetzt werden.
Erfreulicherweise kann nun auch die Stelle als Kirchgemeindeschreiberin mit Daniela Wanner per 1. Juni 2026 wieder besetzt werden. Sie ist seit vier Jahren Mitglied der Kirchenvorsteherschaft und hat das ordentliche Auswahlverfahren der zu besetzenden Stelle durchlaufen.
Alt Kirchgemeindeschreiber Thomas Moser wird für die Einarbeitung der Verwaltung und Uebergabe an die Kirchgemeindeschreiberin noch zur Verfügung stehen. Er ist jedoch froh, wenn er seine seinerzeit geplante Teilpensionierung im 2026 in Angriff nehmen kann.
Wahlen für die Amtsdauer 2026 – 2030
Für die neue Amtsdauer wurden einige Rücktritte eingereicht. Im Vorfeld der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung hat sich die Kirchenvorsteherschaft intensiv mit der Nachfolge und der Besetzung der Behördenämter befasst. Die Präsidentin freut sich, dass nach verschiedenen Gesprächen die Aemter wieder besetzt werden können.
Kirchenvorsteherschaft
Mit Marion Kemp, Rieden konnte eine kompetente Person zur Wahl in die Kirchenvorsteherschaft vorgeschlagen werden. Die Vorgeschlagene wurde durch die Kirchbürger einstimmig in ihr neues Amt gewählt.
Beim Druck des Amtsberichtes 2025 war das Auswahlverfahren zur Besetzung der Stelle als Kirchgemeindeschreiberin noch im Gange. Mit der Anstellung als Kirchgemeindeschreiberin kann Daniela Wanner nicht mehr in die Kirchenvorsteherschaft gewählt werden.
Aus diesem Grunde wurden die verbleibenden Behördenmitglieder Reto Frischknecht, Ernetschwil, Monika Kuyper-Krauer, Kaltbrunn und Urs Schnellmann, St. Gallenkappel für die Amtsdauer 2026 – 2030 ebenfalls einstimmig wieder gewählt.
Sandra Euster, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft stellt sich für die neue Amtsdauer ebenfalls wieder zur Verfügung. Sie wurde durch die Kirchbürger ebenfalls einstimmig, bei einer Enthaltung in ihrem Amt bestätigt.
Geschäftsprüfungskommission
Die Kirchenvorsteherschaft hat mit Anuschka Brändle, Gommiswald und Hans Gmür, Uznach den Kirchbürgern zwei neue Mitglieder für die Geschäftsprüfungskommission vorschlagen können. Diese wurden ebenfalls durch die Versammlung einstimmig in das Behördenamt gewählt.
Die bisherigen Mitglieder Roman Duschen, Schmerikon, Barbara Oberkalmsteiner, Benken und Pascal Rüegg, Eschenbach wurden durch die Kirchbürger für die neue Amtsdauer einstimmig bestätigt.
Mitglieder der Synode
Die Synode, das Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen, ist das oberste Organ der Kantonalkirche. Sie bildet die Legislative und wird durch die Kirchgemeinden gewählt.
Die Evang. Kirchgemeinde Uznach und Umgebung ist in der neuen Amtsperiode mit neun Mitgliedern vertreten. Die Kirchenvorsteherschaft konnten den Kirchbürgern mit Elisabeth Anderegg, Rieden, Benjamin Isler, Neuhaus, Sandra Kuster, Eschenbach und Heidi Tschudi, Ernetschwil vier neue Behördenmitglieder zur Wahl vorschlagen. Alle wurden einstimmig als Mitglied der Synode gewählt.
Die bisherigen Mitglieder der Synode Luis Eugster, Rieden, Reto Frischknecht, Ernetschwil, David Krättli, Uznach, Thomas Moser, Uznach und Jara Zahner Kaltbrunn wurden in ihrem Amt einstimmig bestätigt.
Rechnung 2025
Alt Kirchgemeindeschreiber Thomas Moser erläutert anhand des Amtsberichtes den Kirchbürgern die Verwaltungs- und Bestandesrechnung 2025. Die Rechnung schliesst mit einem Verlust von CHF 210’400.00. Gegenüber dem Voranschlag ist dies eine Schlechterstellung um rund CHF 44‘000.00. Mehraufwand von CHF 22’000.00 sowie Mindereinnahmen von CHF 22’000.00 trugen wesentlich zur Schlechterstellung gegenüber dem Voranschlag bei.
Die Kirchbürger verabschiedeten die Rechnung 2025 und stimmten dem Antrag der Geschäftsprüfungskommission einstimmig zu.
Anträge der Kirchenvorsteherschaft
Verkauf Pfarrhaus Eschenbach
Wie bereits im Amtsbericht ausgeführt, wird Pfarrer Martin Jud Ende September 2027 das Pensionsalter erreichen. Er hat sich mit seiner Frau entschieden den nächsten Lebensabschnitt in Rapperswil-Jona zu verbringen. Im ersten Semester 2026 werden er und seine Frau aus dem Pfarrhaus ausziehen und ihr neues Zuhause in Rapperswil-Jona beziehen.
Dies ist nun eine gute Gelegenheit das Pfarrhaus zu verkaufen, damit danach nur noch die Kirche und das Kirchgemeindehaus Uznach sowie das Generationenhaus Eschenbach als Immobilien im Besitz der Evang. Kirchgemeinde Uznach und Umgebung sind.
Die Kantonalkirche begrüsst, dass nur Gebäude unterhalten werden, welche auch für die Oeffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Die oberbehördliche Genehmigung für den Verkauf des Pfarrhauses Eschenbach (Parz. 1953 E) der Kantonalkirche liegt vor.
Dem Antrag zum Verkauf des Pfarrhauses Eschenbach stimmen die Kirchbürger einstimmig zu.
Zustimmung Projektierungskredit
Wie bereits im Amtsbericht unterbreitet, befasste sich die Kirchenvorsteherschaft schon länger mit dem Standort Uznach, wie und in welcher Form sich die Kirche heute gegenüber den Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern zeigen und beleben soll. Da das Kirchgemeindehaus ein altehrwürdiges Herrenhaus ist, sind die Raumaufteilungen als belebendes Kirchgemeindehaus für Anlässe und Büro nicht immer optimal. Da die Kosten für einen Neubau nicht tragbar sind, hat sich die Kirchenvorsteherschaft entschieden, das bestehende Haus zu renovieren und umzubauen.
Ziel ist, dass das Kirchgemeindehaus im Anschluss
– Behindertengerecht mit Lift in alle Etagen erschlossen ist.
– Bistro zur zwangslosen Begegnung aller Generationen betrieben und genutzt werden kann.
– Brandschutz mit Fluchtweg über das Treppenhaus gewährleistet ist.
– Isolation des Dachstockes und somit eine Minderung des Energieverbrauchs erzielt werden kann.
Der Umbau wird vor allem im nord-westlichen Teil des Gebäudes – wegen des Einbaus des Lifts – erfolgen.
Die Kosten für diese umfangreichen Arbeiten werden mit knapp CHF 1,5 Mio. geschätzt. Mit dem Projektierungskredit von CHF 125’000.00 werden die Kosten für einen später zu beantragenden Baukredit ausgearbeitet.
Die Kirchbürger stimmen dem Antrag der Kirchenvorsteherschaft einstimmig zu.
Investitionen, Voranschlag und Steuerplan 2026
Thomas Moser kann den anwesenden Stimmbürgern ein Budget 2026 mit einem geplanten Verlust von CHF 127’500.00 vorlegen. Er erläutert die geplanten Investitionen mit den entsprechenden Abschreibungsdauern sowie die wesentlichen Aufwendungen. Alle Kosten sind im vorliegenden Voranschlag berücksichtigt und enthalten.
Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 24 %. Das Eigenkapital wird noch rund CHF 510’000.00 betragen. Der vorliegende Voranschlag wird durch die Kirchbürger einstimmig genehmigt.
Bild: Die Präsidentin mit den neu gewählten Behördenmitglieder
Hans Gmür, GPK, Elisabeth Anderegg, Synode, Sandra Eugster, Präsidentin, Benjamin Isler, Synode, Marion Kemp, Kirchenvorsteherschaft, Sandra Kuster, Synode und Heidi Tschudi, Synode (v.l.n.r.)
(Es fehlt Anuschka Brändle, GPK)
Fotos: Pfarrer Daniel Giavoni
Bericht: alt Kirchgemeindeschreiber Thomas Moser














