Ein besonderes Jubiläum; Saronsschwestern feiern mit Uznern

Bericht von Arnold B. Stampfli, Bilder von Stefan Hug

Seit 50 Jahren in Uznach: Die fünf Saronsschwestern in Uznach haben am Sonntag mit der Bevölkerung ein besinnlich-fröhliches Jubiläum gefeiert.

Mit einem zeitgemäss schlichten, sommerlich lockeren und offenen Fest haben die fünf in Uznach wirkenden Saronsschwestern mit der Evangelischen Kirchgemeinde ihr 50-Jahr-Jubiläum gemeinsam gefeiert.

Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier am Sonntag stand der festliche Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Uznach, den die Saronsschwestern mit Pfarrerin Susanne Hug und Pfarrer Martin Jud vorbereitet und sinnvoll gestaltet hatten. Mit den beiden Seelsorgern zogen die Jubilarinnen ins Gotteshaus ein, nachdem sie zuvor am Eingang alle Mitfeiernden einzeln begrüsst hatten. Das von Bernhard Rüesch, Ferdi Schnider und Urs Meier vorgetragene Eingangsspiel war ein festlicher Auftakt zum Gottesdienst. An diesen knüpfte Sr. Verena namens der einladenden Schwesterngemeinschaft ihre offizielle Begrüssung an. Zahlreich waren die Gäste aus nah und fern, selbst aus dem Ausland, die sie herzlich willkommen hiess.

 

Von Stürmen nicht verschont

Die Berufung der ersten Jünger durch Jesus, wie sie im Matthäus-Evangelium geschildert ist, bot nach Gebet und kurzem musikalischem Spiel die Grundlage für ein inhaltsreiches Predigtgespräch. Das Thema: «Jesus mit seinen Jüngern im Sturm». Es war spannend, wie die Schwestern Verena, Vreni, Marianne, Rosmarie und Margrit je aus ihrer Sicht Elemente aus ihrem Beruf schilderten. Pfarrer Jud moderierte das Gespräch. So erfuhr man, wie die Schwestern das Haus fanden, das neun Jahre nach Gründung des Saronsbundes, nämlich 1978, zur Niederlassung in Uznach führte. Aus dem damaligen Schwestern-Duo wurde bald ein Sextett. Heute sind noch fünf Saronsschwestern, alle im Pensionsalter, in Uznach. Aber alle noch irgendwo und -wie auf freiwilliger Basis sehr aktiv, vielfach in ihrem früheren Beruf, irgendwo im kirchlich-sozialen Bereich. Von Stürmen in ihrem Lebensboot waren auch die Schwestern nicht verschont geblieben. Originell und gut verständlich schilderten sie ihre Aufgaben in den vergangenen fünf Jahrzehnten, die Höhen und Tiefen, die sie zu bewältigen hatten. Und wie sie immer wieder hoffnungsvoll einen Weg fanden, zu Gott, zueinander und zu vielen Menschen, denen sie in diesen Jahren begegneten.

 

Treuebekenntnis erneuert

Sinnvoll, eindrücklich gestaltet, folgte das erneuerte Treuebekenntnis der Schwestern gegenüber den beiden Seelsorgern Hug und Jud. Daraufhin empfingen die Jubilarinnen den Segen. Zwischendurch und nicht einfach nur nebenbei lud besinnliche Instrumentalmusik zum persönlichen Gespräch mit Gott, zum Nachdenken ein. In Fürbitten und im «Unser Vater» brachte die feiernde Gemeinschaft sodann ihre Anliegen vor. Die passend gewählten Lieder, «Von guten Mächten getragen» und «Heute. Gestern. Morgen» rundeten die kirchliche Feier in schönster Weise ab.

 

Dank und Anerkennung

Beim gemeinsamen Mittagessen durften die fünf Jubilarinnen verdienten Dank entgegennehmen. Zunächst vom kantonalen Kirchenratspräsidenten, Pfarrer Martin Schmidt. Er meinte, die Schwestern hätten genau das getan, was Zwingli vorgeschwebt sei. Nämlich, bei den Menschen und für sie da zu sein. Dem Dank der Kirchenbehörde schlossen sich der Uzner alt Gemeindepräsident Ernst Dörig und der amtierende Gemeindepräsident Diego Forrer an. Hans Hüppi, der das Seelsorgeteam der katholischen Seelsorgeeinheit Obersee vertrat, und Pater Matthias Beer vom Kloster Otmarsberg sowie weitere Redner gratulierten ebenso und brachten Dank und Anerkennung zum Ausdruck. Unter anderem verlas Pfarrer Jud einen Brief von Undine de Cambio, Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Uznach und Umgebung. Sie war an der Teilnahme am Fest verhindert und gratulierte dem Saronsbund zum Jubiläum deshalb auf diesem Weg. Die Kirchgemeinde Uznach und Umgebung war es denn auch, die als Geschenk zum Mittagessen einlud.

 

 

 

Zurück