Brot für alle – Sammlung in der Passionszeit 2020

Ökumenische Kampagne in der Passionszeit 2020

Die Arbeitsstelle “Weltweite Kirche” unserer Kantonalkirche informiert, dass die Corona-Pandemie grosse Auswirkungen auf die Ökumenische Kampagne von Brot für alle / Fastenopfer hatte:

Unzählige Suppentage, ökumenische Gottesdienste und viele weitere Anlässe, aber auch der Rosenverkauf mussten abgesagt werden. Neben den Auswirkungen auf das kirchliche Leben vor Ort sind die finanziellen Einbussen für die Werke Brot für alle und Fastenopfer enorm. Im Vergleich zu Ende April 2019 gab es etwa Fr. 300’000.- weniger Spenden von den Kirchgemeinden. 

Bei der Ökumenischen Kampagne geht es auch um die Sensibilisierung für entwicklungspolitische Themen, dieses Jahr das Saatgut. Dieser Teil sowie das gesellschaftliche Zusammenkommen hat stark unter Corona gelitten.

Unsere Spendensammlung für unsere beiden Projekte (vgl. unten) läuft weiter. Bitte benützen Sie das Konto PC 85-242016-6. Wir verdanken Ihre Spende, damit sie von den Steuern abgezogen werden kann.

 

#ZeichenDerHoffnung – #SymbolOfHope

Das Missionswerk unserer Kirche, Mission 21, ruft dazu auf, auch über räumliche Distanzen zusammenzustehen. Wir alle haben in der letzten Zeit gemerkt, dass wir auch auf Abstand im Glauben zusammenhalten können. In unserem engeren Umfeld ist das natürlich weniger schön, als wenn man sich persönlich sieht – weltweit gesehen ist es aber eine Riesenchance. Unter dem Hashtag #SymbolOfHope hat Mission 21 eine weltweite Bewegung der Solidarität gestartet, bei der alle mitmachen können, die irgendwie online sind:

In dieser schwierigen Zeit sind wir mehr denn je gefragt, auch über räumliche Distanzen hinweg zusammenzustehen, einander zu unterstützen und solidarisch zu sein. Machen wir uns deshalb gegenseitig Mut. Werden Sie Teil unserer weltweiten Bewegung der Solidarität und machen Sie mit bei unserer Social Media AktionTeilen Sie uns per Foto oder Kurzvideo auf Facebook und Twitter mit, was Sie in diesen Tagen bewegt und wie Sie sich jeden Tag Mut machen. Verwenden Sie: #ZeichenDerHoffnung oder #SymbolOfHope und erwähnen Sie Mission 21. Gemeinsam werden wir diese Krise überwinden.

Auf der Vimeo-Seite von Mission 21 gibt es eine eindrückliche Zusammenstellung von Videos aus der ganzen Welt.

 

Sammlung 2020:

Bäuerinnen sorgen für lokales Saatgut und ökologischen Landbau

Der äusserste Zipfel der Provinz Kwango in der Demokratischen Republik Kongo ist fast zwei Tagesreisen von der Hauptstadt Kinshasa entfernt. Da es kein Strassennetz gibt, ist die Bevölkerung hier weitestgehend auf sich selbst gestellt und lebt zu 90% von Selbstversorgerlandwirtschaft.

Für junge Menschen bietet die Region keine Perspektiven, darum wandern sie ab in die Slums der Hauptstadt oder weiter. Dies liesse sich ändern, wenn es gelänge, den Anbau von Nahrungsmitteln diversifizierter, nachhaltiger und einkommensorientierter zu machen.

Das Hilfswerk Mission 21 arbeitet dazu mit der Partnerkirche Communauté Evangélique du Kwango zusammen. Diese Kirche ist eine der wenigen funktionierenden Institutionen der Region und hat ein regionales Entwicklungsprogramm in den Bereichen Basisgesundheit, Landwirtschaft, Bildung und Frauenförderung und wurde deshalb zur zentralen Hoffnungsträgerin für die einheimische Bevölkerung.


Im konkreten Projekt, das wir unterstützen, lernen Bäuerinnen, wie sie ihr eigenes Saatgut verbessern und die lokale Vielfalt von Pflanzensorten pflegen können. Sie werden dabei unterstützt, sich in Saatgutkreisen zu organisieren und resistente und erfolgreiche Sorten zu züchten. Die dörflichen Kooperativen von Bäuerinnen erhalten Unterstützung und Schulung zur Verarbeitung, Lagerung und Vermarktung der geernteten Produkte. Ziel ist eine ausreichende und ausgewogene Ernährung und ein Einkommen aus dem Verkauf von Überschüssen.

Mehr Informationen:

 

Mit Kreativität und Handwerk zu neuen Perspektiven

Aus anderen Gründen funktioniert der Staat im Gazastreifen, der zu den palästinensischen Autonomiegebieten gehört, nicht. In den letzten zehn Jahren wurden in Gaza drei Kriege geführt und die Bevölkerung muss mit einer korrupten und extremistischen Regierung in einem rundum blockierten Landstrich leben. Umso wichtiger sind Initiativen, die gerade den Jugendlichen Perspektiven ermöglichen und so verhindern, dass sie in den Einfluss von Extremisten geraten. Das HEKS arbeitet dazu in Kooperation mit dem DEZA mit der lokalen Organisation «The Culture and Free Thought Association» zusammen.

CFTA will den Jugendlichen soweit als möglich eine Perspektive bieten, ihnen eine Grundausbildung vermitteln, sie dazu anleiten, benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu helfen, sie unterstützen, sich eine Vision aufzubauen und diese zum Ausdruck zu bringen und sich mit Hilfe der modernen Kommunikationsmittel ein Tor zur Welt zu schaffen und so mit Kleinstunternehmen ein kleines Einkommen zu generieren.

Die Jugendlichen, die wegen der hohen Arbeitslosigkeit keine Perspektive haben, erhalten so die Möglichkeit, etwas Sinnvolles für die Zivilgesellschaft in Gaza zu tun.

Konkret werden Fischer mit notwendigem Material unterstützt, junge Frauen werden zu Schreinerinnen ausgebildet und in einem Trainingsprogramm gegen genderbasierte Gewalt fit gemacht. Jugendliche lernen einen Businessplan zu machen und werden in der Umsetzung unterstützt. Zudem werden auch künstlerische und kulturelle Aktivitäten gefördert, die den Jugendlichen zu einem gesunden Selbstbewusstsein verhelfen sollen.

Mehr Informationen:

Herzlichen Dank für Ihre kleineren und grösseren Gaben für diese beiden Projekte. Wir werden den Ertrag je hälftig verwenden.

Bitte benützen Sie das Konto PC 85-242016-6. Wir verdanken Ihre Spende, damit sie von den Steuern abgezogen werden kann.