Pfarrer Andreas Geister in Uznach ehrenvoll Pensionär geworden

Bericht von Arnold B. Stampfli, Bilder von Thomas Moser

Um biblisch zu bleiben: das müssen sieben fette Seelsorgejahre gewesen sein, die Andreas Geister in der evangelischen Kirchgemeinde Uznach mitgeprägt hat. Der gestrige Abschied hat es dokumentiert.

Am 1. Juli 2012 hatte Andreas Geister in der Kirchgemeinde Uznach, zu der rund zehn Dörfer gehören, die Nachfolge von Pfarrer Heinz Schmitt angetreten. Von der Kirche in Uznach und vom Pfarrhaus in Gommiswald aus entfaltete er eine breite, vielfältige auf die Menschen ausgerichtete Seelsorge, stets mit Jesus, mit Gott im Zentrum.

Der Pfarrer geht, der Herr bleibt

Dieses Motto zeigte sich deutlich im Abschiedsgottesdienst in der vollen evangelischen Kirche Uznach. Ich glaube, dass Jesus Christus Gott ist, hiess es in der Lesung, und nach dem Lied „Der Herr ist unter uns“ deutete Andreas Geister in seiner Predigt den Schluss des Matthäus-Evangeliums, wo der Auferstandene den Jüngern den Auftrag gab, zu allen Menschen zu gehen und sie zu taufen, begleitet von der Gewissheit, er, Jesus werde bei ihnen bleiben bis zum Ende der Welt, wie es an der Stirnfront dieses Gotteshauses heisst. Dieser Auftrag gelte auch den heutigen Christen. Sie sollen die Botschaft Jesu schmackhaft machen und die nächste Generation zum Glauben führen.

„Der Herr ist auch unter uns“ sang ein Familien-Chörli und passende Lieder, von der ganzen Gemeinde gesungen, leiteten über zur Abendmahls-Liturgie. Am Altartischt vom ganzen Seelsorgeteam begleitet, sprach Pfarrer Andreas Geister über Brot und unvergorenen Wein die Abendmahlsworte, die Jesus bei der Einsetzung dieses Sakramentes gesprochen hatte. Die Austeilung der gesegneten Gaben an die ganze Gemeinde begleiteten Bernhard Rüesch, Ferdi Schnider, Markus Schönenberger und ihr Team mit besinnlicher Musik, so dass die Mitfeiernden in Stille ihre persönlichen Anliegen vor Gott tragen konnten.

Nach dem Lied „Nun danket alle Gott“ und dem Segen Gottes, von allen vier Seelsorgern gesprochen, wurde zum Abschiedsapéro eingeladen, wo Undine De Cambio als Kirchgemeindepräsidentin die Seelorgearbeit von Andreas Geister herzlich verdankte. Seine Predigten seien stets kurz, knapp und präzis gewesen. Sein Wirken, zumal sein Humor würde in Uznach in bester Erinnerung bleiben. Dem Dank der Präsidentin schlossen sich mehrere Sprecherinnen an, so vom Seniorenteam, der ökumenischen Frauengruppe, oder dem Pflegezentrum. Allsdann überbrachten Hans Hüppi, Ernetschwil für die obere und Bruno Jud, Schmerikon, für die untere Schiene der katholischen Seelsorgeeinheit Dank und Anerkennung für die wirklich freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem scheidenden Pfarrer Geister.

So wurde in Uznach noch nie ein Pfarrer verabschiedet

Höhepunkt des Zusammenseins war ein halbstündiger Sketsch, mit dem die Kollegenschaft Geisters gar vieles aus den vergangenen sieben Jahren liebevoll witzig zutage förderte, aber den betroffenen Pensionär nie in Verlegenheit brachte, er stets geistreich humorvoll zu reagieren vermochte, was immer wieder zu Lachsalven führte. So bleibt er in Uznach in bester Erinnerung.

Alles Gute in die nun beginnende Pensionszeit!

 

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